Der Körper des Hundes!

Anatomie: Lehre vom Bau des Körpers.

Skelettsystem oder Knochengerüst:

Das Knochengerüst hat eine starre Aufgabe: Es gibt dem Körper Festigkeit und Halt, dadurch ergibt es die Gestalt, es schützt die wichtigen inneren Organe, es dient Muskeln und Sehnen als Befestigungspunkt.
Alle kompliziert gegliederten Lebewesen haben ein Gerüst, aber nicht immer liegt es innen.
Bäume haben einen Stamm, Insekten einen Panzer, Schnecken ein Gehäuse.

Welche Eigenschaften muss so ein Gerüst haben?

Der Knochen muss hart sein. Er muß möglichst fest sein. Aber auch so leicht wie möglich.
Bei Bewegung der Gelenke wird das Gewicht der Knochen bewegt, das heißt der Muskel muss dafür die Energie zur Verfügung stellen.
Gewicht = Knochen = Energie stehen im zusammenhang!

Wie kann ein Knochen hart und stabil sein und trotzdem so leicht wie möglich?

Hier bedient sich die Natur eines Tricks, den auch wir Menschen uns beim Brückenbau zu nutze machen. Eine Querverstrebung mit Hohlräumen.
Die Hohlräume mindern das Gewicht. Die Streben geben eine hohe Festigkeit. Der Nachteil bei zu großer Gewalteinwirkung brechen diese Streben, es kommt zum Knochenbruch!
Der Knochen ist kein toter Gegenstand, sondern besteht aus vielen einzelnen Zellen. Diese Zellen sondern eine Substanz ab = die Zwischenzellsubstanze in die sich Kalk ablagert. Mit zunehmender Kalkablagerung wird der Knochen härter aber auch spröder. Die Knochen beim Welpen sind noch weich. Im laufe der Zeit lagert sich immer mehr Kalk in diese Zellzwischenräume ein- der Knochen wird hart und somit steigt im laufe des Lebens die Gefahr der Brüche. Wird der noch weiche Knochen eines Welpen/ Junghundes einer zu großen Belastung ausgesetzt, kann es zu Verformungen kommen: X-Beine; O-Beine ect.
Dadurch entstehen Folgeerkrankungen wie Arthrosen, Meniskusschäden uvm.

Eine krankhafte Störung bei der Absonderung der Zellzwischensubstanz fürt zur Knochenerweichung und somit auch zu Verformungen.

Knochen:

Der Knochen besteht aus drei Schichten:
Die äußere= die härteste ist die Kompakta
Die mittlere= die Querverstrebung ist die Schwammschicht
Die innere= Ein Hohlraum mit Knochenmark ist die Markhöhle
Außen ist der Knochen überzogen mit einer Knochenhaut= Periost. In der Knochenhaut sind viele Nerven. Darum schmerzt es so wenn man sich das Schienenbein stößt. Der Schmerz dient als eine Alarmfunktion. Blutgefäße gehen durch den Knochen bis ins Knochenmark und versorgen den Knochen mit Sauerstoff und Nährstoffe.

Wachstumsfugen:

Sind Spalten an den Extremitäten, diese sind gefüllt mit einer gallertartiger Substanz, mit dem für das Wachstum und Umbau (Aushärtung) erforderlichen Stoffen, die Wachstumsfugen bestimmen das Längenwachstum. Sind diese geschlossen ist das Wachstum beendet. Wachstumsfugen befinden sich nur an den Röhrenknochen der Extremitäten. (Arme, Beine)

Durch: Vitamin D Mangel, Eiweißmangel, Fettresorbtionsstörungen.
Mangel der Wachstumsfugen, kommt es zu einer zu frühen Schließung= Zwergenwuchs.


Gelenke:

Die Gelenke sind der Punkt an dem 2 oder mehrere Knochen zusammen treffen.
Unechte Gelenke: Rippen, Fuß/Handknochen, ect.
Echte Gelenke: Ellenbogen, Knie, Hüfte, Schulter, ect.
An solchen Stellen sind Bewegungen in verschiedenen Ebenen möglich. Über das Ausmaß und Richtung der Bewegung entscheidet die Form des Gelenkes. Echte Gelenke sind mit einer Knorpelschicht überzogen, haben einen Gelenkspalt, eine Gelenkkapsel und Gelenkschmiere,
Zu hohes Gewicht, Belastung und Bewegung schädigen das Gelenk. Es kommt zum Verschleiß am
Knorpel, dieser regeneriert sich nicht.
Wir unterscheiden Gelenke nach ihrem Bewegungsrichtungen.

Muskelsystem:

Fleisch ist der Volkstümliche Namen für Muskeln!
Die Körperschichten von innen- außen sind nach ihrer Wichtigkeit angeordnet!!
Die Organe- sind Lebenswichtig und liegen innen= geschützt
Die Knochen- geben den Organen Schutz und dem Körper Stabilität.
Die Muskeln- sorgen für Beweglichkeit und Kraft
Die Haut- dient als Schutzhülle, hält alles mit ihrer Ummantelung zusammen, die Schmerzreflektoren in der Haut dienen als Alarmanlage.

Die Muskulatur wird in 2 Arten unterteilt:

Unwillkürliche Muskulatur = Organe nicht durch den Willen beeinflussbar. Arbeiten immer.
Willkürliche Muskulatur = Skelettmuskulatur, vom Willen gesteuert. Ausnahme: Reize (Reflexe) Hitze, Schmerz, Kälte, Elektr. Impulse.

Formen der Muskulatur:

Spindelförmig
Langestreckt
Bauchig
Platt
Ringförmig
Durch die Form des Muskels kann man die Bewegung und die Arbeit des Muskels ableiten.

Die Skelettmuskulatur wird in 2 Gruppen unterteilt:

Haltemuskeln- Muskel die dazu dienen das Skelett in seiner Position zu halten.
Bewegungsmuskeln- Muskel die mit Hilfe eines Gelenkes eine Bewegung möglich machen.
Zwischen Ursprung und Ansatz (Sehnen) liegen immer ein oder mehrere Gelenke. Sonst ist keine Bewegung möglich. Muskeln ohne ein Gelenk dazwischen wären unsinnig.

Bewegung die durch Muskeln ermöglicht werden:

beugen, einwärtsdrehen, zusammenziehen, strecken, auswärtsdrehen.
Mischungen aus mehreren Bewegungen sind möglich. Die Muskel arbeiten dann im Verbund (Gruppe)
Aber ein Muskel kann niemals konträre ( gegensätzliche ) Bewegung ausführen.
Ein Muskel kann sich nur zusammenziehen- nicht auseinander ziehen- dafür ist der Muskel der gegenüberliegenden Seite zuständig (Gegenspieler)!!
Muskeln erzeugen also die Bewegung indem sie sich zusammenziehen, der gegenüberliegende Muskel zieht den vorherigen wieder auseinander, indem er sich zusammen zieht.

Arm!!

Physiologie: Lehre von der Funktion des Körpers.

Wie funktioniert der Muskel?

Der Muskeltonus = ist die Grundspannung eines Muskels, die er im Ruhezustand hat.
Calcium macht die Myofibrillen geschmeidig zum auseinanderrollen. Es sitzt in kleinen Bläschen an der Zelle. Durch den elektrischen Reiz wird es abgerufen und wieder zurück gerufen. Elektrisch-mechanische Koppelung.
Ohne Calcium keine Muskelreizung = Starre
Zuviel Calcium erzeugt Überregbarkeit = Dauerkontraktiuon = Krampf

3 Möglichkeiten der Muskelarbeit:

normale Form: ATP (Azetylcholintriphosphat) spaltet ein P (Phosphatmolekül) ab und wird zu ADP (Azetylcholindiephosphat)
Durch diese Abspaltung wird Wärme erzeugt und Energie freigesetzt. Bei der Umwandlung von ATP in ADP bleibt ein Reststoff zurück (Kreatinphosphorkinase) das muss über die Nieren ausgeschüttet werden. Gegenmaßnahme: Viel trinken!!!
2te Form: Sauerstoff und Zucker. O2 und Glukose werden verbrannt, dadurch wird Energie und CO2 freigesetzt. Zuckerabbauprodukte bleiben zurück. Bekannt als Milchsäure die Muskelkater erzeugen und Myogelosen (kl. Verhärtungen in der Muskulatur).
Gegenmaßnahme: Warmhalten- Durchblutung = Cool down
3te Form: Ist eine Energiereserve für außergewöhnliche Belastungen. Man nennt es "eine Sauerstoffschuld eingehen". Wenn kein Zucker mehr da ist, wird O2 mit Fette verbrannt (der Punkt an dem man abnimmt) Gegenmaßnahme: Leider keine, an diesem Punkt kann man die Beschwerden die dadurch entstehen nur lindern durch Wärme und Massagen.

Energie= Wärme braucht man für:
Inizialwärme, für den Start = Betriebstemperatur ( Warm up)
Verdunstungswärme: Schwitzen, regelt die Körpertemperatur damit dieser nicht überhitzt, Gefäß- weitstellung zur Hautschicht hin.
Erholungswärme: nach der Beanspruchung um das hergestellte ADP wieder in ATP zurück zu wandeln. (Cool down )

Muskelleistung:

max. Muskelleistung- bedeutet ein hoher Energieverbrauch- die Muskelleistung nimmt schnell wieder ab- nur kurze Zeit mögl. z.B 3Std.

Lässt man den Muskel nur eine bestimmte Zeit auf max. Leistung laufen und gibt ihm Pausen so kann man diese max. Leistung öfters erreichen. z.B 1Std. Leistung- halbe Std. Pause, 15 Wiederholungen= 15 Std. Leistung

Lässt man den Muskel auf halbe/mittlere Kraft laufen, so braucht er keine Erholungsphasen und könnte theoretisch 24 Std. Leistung bringen. Pausen währen nur für Bedürfnisse nötig.

Bild mit Diagramm! in Arbeit

Der Muskel wächst mit stetiger Belastung und auch die dazugehörigen Gefäße zur Ernährung vermehren sich.
Muskelmasse erschlafft aber auch wieder und bildet sich zurück, wenn sie nicht stetig gebraucht wird. z.B Gipsarm. Nach sechs Wochen hat der Umfang des Armes enorm abgenommen.

Muskelaufbau:
Nicht die Muskulatur vermehrt sich, sondern der einzelne Muskel nimmt an Masse/Umfang zu. Krafttraining = Stetig höheres Gewicht.

Ausdauer:
Nicht die Muskelmasse nimmt zu, sondern die Depots in denen die Stoffe für die Energie Gewinnung liegen. Atmung bleibt ruhiger und konstanter = es steht dem Muskel mehr o2 durch das größere Depot zur Verfügung.